Fünf angehende Ultraleichtfluglehrer haben am Wochenende ihre Prüfungen in Hodenhagen bestanden. Für den Aero-Club war der Lehrgang zugleich eine Gelegenheit zu zeigen, was der Flugplatz als Ausbildungsort leisten kann.
Hodenhagen. Drei Flugzeuge, sechs Fluglehreranwärter und ein Wochenende voller Unterricht, Übungsflüge und Prüfungen: Vom 25. bis 27. September wurde der Flugplatz Hodenhagen zum Treffpunkt für die Ultraleichtflugausbildung in Niedersachsen. Fünf Teilnehmer traten am Ende zur Prüfung an. Alle fünf bestanden sowohl die Theorie als auch die Praxis. Ein sechster Anwärter war erkrankt und konnte seine Prüfung nicht ablegen.
Wer bereits Motorflug unterrichtet, bringt Erfahrung im Cockpit und im Umgang mit Flugschülern mit. Für die Ausbildung auf Ultraleichtflugzeugen kommt weiteres Wissen hinzu. Die angehenden UL-Fluglehrer müssen sich mit den Besonderheiten dieser Flugzeuge vertraut machen und zeigen, dass sie ihr Wissen verständlich und sicher vermitteln können. Bei einem Ausbildungsflug zählt schließlich mehr als die Fähigkeit, ein Flugzeug selbst zu steuern: Ein Fluglehrer muss beobachten, erklären, rechtzeitig eingreifen und nach der Landung mit dem Schüler besprechen, was gut gelungen ist und woran er weiterarbeiten sollte. Solche Vor- und Nachbesprechungen sowie der Aufbau praktischer Übungen gehören zum Inhalt entsprechender UL-Fluglehrerlehrgänge.
Initiiert wurde das Wochenende von Dieter Hoch aus dem Hodenhagener Verein. Er begleitete die Teilnehmer auch als Fluglehrer. Insgesamt waren drei Ausbilder und zwei Prüfer beteiligt; für die praktischen Teile standen drei Flugzeuge bereit. Mit Andreas Meyne war zudem der Landesausbildungsleiter für Ultraleichtflug in Niedersachsen vor Ort.
Für Menschen ohne Bezug zur Fliegerei mag eine Fluglehrerprüfung wie eine Prüfung für besonders erfahrene Piloten wirken. Tatsächlich richtet sich der Blick dabei auch auf den künftigen Schüler im Cockpit. Wie erklärt man einen Flugzustand so, dass er verstanden wird? Wie bereitet man eine Übung vor? Und wie behält man die Sicherheit im Blick, während ein anderer Mensch das Fliegen lernt? Genau diese Verbindung aus fliegerischem Können und Vermittlung macht die Fluglehrerausbildung aus. daec.de
In Hodenhagen ließ sich das an einem Ort zusammenbringen. Der Flugplatz bot die Infrastruktur für Unterricht und Prüfungen sowie für den Flugbetrieb mit mehreren Maschinen. Das gute Wetter ermöglichte die vorgesehenen Flüge. Zwischen den Ausbildungseinheiten blieb Zeit für Gespräche im Fliegerstübchen, wo die Currywurst bei den Gästen besonders gefragt war.
Nach Angaben des Vereins seien alle fünf zur Prüfung angetretenen Anwärter in Theorie und Praxis erfolgreich gewesen. Das Ergebnis freut die Beteiligten auch deshalb, weil hinter jedem angehenden Fluglehrer weitere Menschen stehen, die künftig das Fliegen lernen möchten. Der Lehrgang in Hodenhagen war damit ein Wochenende mit Wirkung über den eigenen Flugplatz hinaus.
Für den Aero-Club zeigte die Veranstaltung, welche Rolle ein gut ausgestatteter Vereinsflugplatz in der Ausbildung übernehmen kann. In Hodenhagen wurde an diesem Wochenende geflogen, gelehrt, geprüft und bestanden.
Fotos von Alex Placzek








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